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Zwei Kinder streiten auf dem Bett und hauen sich.

Warum dein Kind haut und wie du liebevoll Grenzen setzen kannst

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Lesezeit: 3 Minuten

“Hör auf zu hauen, sonst gehen wir nach Hause!“

Die Szene ist leider allzu bekannt: Ein entspannter Nachmittag auf dem Spielplatz verwandelt sich in Sekunden in eine Stresssituation, weil das Kind plötzlich nach einem anderen Kind haut. Als Elternteil kann man sich, gerade wenn noch andere Personen dabei sind, in solchen Situationen unter Beobachtung fühlen, unwohl und mitunter auch verzweifelt – man möchte doch nur, dass dieses Verhalten aufhört. Allerdings ist vielen Eltern nicht klar, wie sie dies bewerkstelligen können.

Daher schauen wir heute: Was sind Gründe für dieses Verhalten und wie kannst du liebevoll und bestimmend darauf reagieren?

Was passiert im Kopf deines Kindes beim hauen?

Kinder drücken sich durch Körpersprache und Verhalten aus, besonders dann, wenn sie noch nicht die sprachlichen Fähigkeiten besitzen, ihre Gefühle auszudrücken. So ist das Hauen in der Regel eine Form von Emotion-Ausdruck, ähnlich wie lautes Schreien oder Weinen. Ein Beispiel wäre, wenn ein kleines Kind etwas möchte, was es nicht haben kann – die Frustration und das Unverständnis können dann in ein wütendes Schlagen umschlagen.

Hauen ist in der Regel eine Form von Emotion-Ausdruck

So zum Beispiel bei einem 2-jährigen Kind auf dem Spielplatz: Ein Kind drängelt sich beim rutschen vor oder hat ein Spielzeug, das dem Kind gefällt. Da es sich sprachlich noch nicht ausdrücken kann, haut es. Aber auch Kinder, die älter sind und bereits sprachlich in der Lage sind, ihre Konflikte verbal zu klären, können aufgrund von starken Emotionen hauen. Das Gehirn kann in diesem Moment nicht auf Handlungsalternativen zurückgreifen, sondern reagiert absolut impulsgesteuert.

Warum haut dein Kind?

Gründe für das Hauen sind vielfältig: Frustration, Ärger, Wut, Trauer, Kontaktaufnahme, … Dein Kind könnte hauen, weil es frustriert ist, dass es in einem Spiel nicht gewinnt. Oder weil es sich über sein Geschwisterchen ärgert, das zu viel Aufmerksamkeit bekommt. Vielleicht auch, weil es seine Gefühle von Traurigkeit nicht in Worte fassen, und diese stattdessen durch Hauen ausdrückt. Auch wenn dein Kind Kontakt zu anderen aufnehmen möchte, kann es sein, dass es haut.

Doch so unterschiedlich die Gründe auch sein mögen, es gibt keine universelle Lösung – das Entscheidende ist, dass man jedes Kind als Individuum ansieht und dementsprechend auf seine Bedürfnisse eingeht. Der Schlüssel beim hauen liegt also in der Bedürfniserkennung.

Was kannst du machen, wenn dein Kind haut?

Daran erinnern, dass es Zeit braucht, um diese Fähigkeiten zu entwickeln, kann dazu beitragen, die eigene Geduld zu bewahren. Erkläre deinem Kind, dass es okay ist, verärgert oder frustriert zu sein und es gleichzeitig nicht hauen kann.

Wichtig ist, dass du dieses “nicht” bei deinem Kind vermeidest. Unser Hirn streicht ein “nicht”. Wenn ich dich zum Beispiel auffordere, NICHT an rosa Elefanten zu denken, bin ich mir ganz sicher zu wissen, welches Bild du gerade vor Augen hast. Besser kannst du also deinem Kind sagen, was es machen soll: “Stopp, die Hände bleiben unten.” oder “Aufhören.” kann dein Kind viel besser umsetzen. Außerdem kannst du deinem Kind alternative Verhaltensweisen zeigen, z.B. auf ein Kissen zu ‚hauen‘, zu stampfen oder zu schreien. Diese Alternativen brauchen aber viel Zeit, bis dein Kind sie selbständig umsetzt.

Rollenspiele sind ebenfalls sehr hilfreich: Spielt Szenarien durch, in denen dein Kind in der Vergangenheit gehauen hat, und zeige ihm alternative Reaktionsweisen auf.

“Tipps zur Förderung einer
gewaltfreien Kommunikation mit Kindern”

#1. Geduld haben
Erinnere dich daran, dass es Zeit braucht, um diese Fähigkeiten zu entwickeln. Behalte also Geduld bei der Umsetzung.

#2. Verständnis zeigen
Erkläre deinem Kind, dass es okay ist, wütend oder frustriert zu sein, aber dass Hauen keine Lösung ist.

#3. Positive Anweisungen
Vermeide das Wort “nicht” und sage stattdessen, was das Kind tun soll. Zum Beispiel: “Stopp, die Hände bleiben unten” oder „Aufhören“.

#4. Alternative Verhaltensweisen aufzeigen
Zeige deinem Kind alternative Möglichkeiten, um mit Wut oder Frustration umzugehen, wie z.B. auf ein Kissen zu schlagen, zu stampfen oder zu schreien.

#5. Rollenspiele spielen
Spiele Szenarien durch, in denen dein Kind in der Vergangenheit gehauen hat, und zeige ihm alternative Reaktionsweisen auf.

Was, wenn du ungeduldig wirst?

Wie bei allem im Elternsein, kannst du dein Kind nur liebevoll begleiten, wenn du selber genügend Energie hast. Du solltest die Selbstfürsorge deshalb nicht zu kurz kommen lassen. Achte auf ausreichend Pausen, gönn dir zwischendurch Ruhepausen und achte darauf, deine Batterien wieder aufzuladen.

Und wenn du merkst, dass deine Energie nicht ausreicht, dann kann es auch hilfreich sein, herausfordernde Situationen an diesem Tag zu meiden: Streiche das Kinderturnen, bei dem dein Kind immer wieder haut. Sag die Verabredung mit dem/der Kindergartenfreund:in ab, wenn es unter den beiden immer wieder zu Handgreiflichkeiten kommt.

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Fazit

Das Hauptziel ist, das kindliche Verhalten zu verstehen und auf diese Weise besser auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Strafen, drohen oder das Kind auszuschließen sind nicht nur nicht hilfreich, sondern sogar kontraproduktiv.

Versuche geduldig zu bleiben, sowohl mit dir selbst als auch mit deinem Kind.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Umsetzen.

Deine Katharina

Hör dir meine aktuelle Podcastfolge zu diesem Thema an:

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  • Super dass es den Inhalt auch in Blog Form gibt!!! Und toller Inhalt wie erwartet! Vielen Dank für deine tolle Arbeit!

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Meine Vision ist es, mehr Harmonie und Leichtigkeit ins Familienleben zu bringen. Als Familienberaterin unterstütze ich Eltern dabei, das Verhalten ihrer Kinder besser zu verstehen und liebevoll Grenzen zu setzen – ohne Drohungen und Strafen.

Lass uns gemeinsam Wege finden, dein Familienleben mit mehr Liebe, Verständnis und Freude zu füllen. Ich freue mich darauf, dich auf diesem Weg zu begleiten!

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  • Super dass es den Inhalt auch in Blog Form gibt!!! Und toller Inhalt wie erwartet! Vielen Dank für deine tolle Arbeit!

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  • Super dass es den Inhalt auch in Blog Form gibt!!! Und toller Inhalt wie erwartet! Vielen Dank für deine tolle Arbeit!

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